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Heidenburg, 19.4.2018. Bei einem Ortstermin im Wackenwald konnten sich die Expertinnen und Experten des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Rheinland-Pfalz e.V.) davon überzeugen, dass sich die vor eineinhalb Jahren an einem Quellbach angelegte Furt sehr gut in den Bachlauf einfügt. „Dies ist ein richtungsweisendes Beispiel, wie man mit einem Bachlauf, der einen Weg quert, umgehen kann,“ freute sich Dr. Holger Schindler, Landesvorsitzender des BUND und Limnologe. „Der Untergrund der Furt ist durchfeuchtet, die Wasser-Landverzahnung ist optimal und bietet Rückzugsräume für Kleinstlebewesen. Trotzdem können schwere Forstfahrzeuge den Weg nutzen, was an dieser Stelle notwendig ist“. Dr. Schindler demonstrierte den Anwesenden, dass Furt und Quellbereich bereits von verschiedenen Quellenorganismen angenommen worden sind, darunter auch streng geschützte Arten.

Die Renaturierung des Quellbachs hatte im Rahmen des Projekts „Wasserläufer“ des BUND stattgefunden. Dieses wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie mit Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz. In diesem Projekt werden beispielhaft Quellen und Quellbäche im ganzen Land renaturiert. Bürgerinnen und Bürger aus Heidenburg hatten sich mit großem Engagement für die Quellen in ihrer Gemeinde eingesetzt, und so konnte hier eine Renaturierung durchgeführt werden. Die Gemeinde Heidenburg unterstützte die Renaturierung, in dem sie Fichten aus dem Quellbereich entfernte, die durch die Beschattung und ihre Nadelstreu hier für ungünstige Bedingungen gesorgt hatten.

„Wir freuen uns, wenn diese Furt Nachahmung findet, denn viele Quellbäche in unserem Land sind stark beeinträchtigt!“ so Schindler abschließend.

FurtHeidenburg

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