| Unterrichtung |
| über die Sitzung des Ortsgemeinderates Heidenburg vom 25. November 2004 |
|
Der Vorsitzende eröffnete die Sitzung und begrüßte die
Anwesenden. Er stellte fest, dass die Mitglieder des Ortsgemeinderates
nach ordnungsgemäßer Einladung in beschlussfähiger Zahl
erschienen waren. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde der langjährige Gemeindearbeiter der Ortsgemeinde und der verbandsgemeindeeigenen Einrichtungen in Heidenburg, Herr Günter Forster, in den Ruhestand verabschiedet. Ortsbürgermeister Jäger und Bürgermeister Dellwo sprachen Herrn Forster ihren Dank und ihre Anerkennung für die geleistete Arbeit aus und wünschten für den neuen Lebensabschnitt alles Gute. Tagesordnung:
Es war nichts zu protokollieren.
Zu TOP 2: Beratung und Beschlussfassung des Forstbetriebsplanes 2006 bis 2015 Ortsbürgermeister Jäger ging zunächst auf die am letzten Samstag stattgefundene Waldbegehung ein und bedankte sich bei Revierförster Meyer und dem Forsteinrichter, Herrn Birtel, für die Organisation und Durchführung dieser Begehung. Diese sei sehr informativ gewesen und habe den Ratsmitgliedern einen grundlegenden Einblick in die Struktur des Gemeindewaldes gegeben. Er bedankte sich weiterhin beim Forstamtsleiter und dem Revierförster für die guten Betriebsergebnisse im Zeitraum des letzten Forsteinrichtungswerkes und für die gute Zusammenarbeit, die durch ein ausgezeichnetes Vertrauensverhältnis zwischen Ortsgemeinde und Forstverwaltung gekennzeichnet sei. Revierförster Meyer gab anschließend anhand eines Soll-Ist-Vergleichs einen Überblick über die aufgrund des letzten Forsteinrichtungswerks geplanten und tatsächlich durchgeführten Maßnahmen in den letzten 10 Jahren. Der jährlich geplante Hiebsatz von durchschnittlich rd. 1150 fm sei zu etwa 96% erfüllt worden, er habe allerdings von Jahr zu Jahr aufgrund von Zwangsnutzungen durch Sturm- und Borkenkäferschäden starken Schwankungen unterlegen. Als Betriebsergebnisse seien in dem genannten Zeitraum jährlich durchschnittlich etwa 6.000 € erwirtschaftet worden, womit man deutlich über der Planung gelegen habe. Von Herrn Birtel als Einrichter des Forstbetriebsplanes wurde dann der Forstbetriebsplan 2006 bis 2015 vorgestellt. Er ging zunächst auf die Bedeutung des Forstbetriebsplanes ein, der aufgrund des Landesforstgesetzes periodisch für den Gemeindewald Heidenburg aufzustellen sei. Er liefere die für die künftige Wirtschaftsführung erforderlichen Unterlagen und habe die Aufgabe, die bisherige Bewirtschaftung zu beurteilen und die Betriebsabläufe und Zielsetzungen für die Zukunft planmäßig zu ordnen. Er sei in Zusammenarbeit mit dem Forstamt und dem Revierleiter aufgestellt worden und bilde für die nächsten 10 Jahre die Grundlage und die Rahmenbedingungen, an der sich die Betriebsführung und die jährlichen Forstwirtschaftspläne orientieren. Zunächst sei eine Bestandsaufnahme erfolgt, bei der Flächen, Standorte und Wuchsbedingungen ermittelt und die Bestände nach Flächenanteilen, Baumarten und Altersklassen aufgelistet wurden. Auf der reinen Holzbodenfläche von rd. 355 ha dominiere als Baumart die Douglasie mit einem 30%igen Anteil. Eine der Zielsetzungen sei es, den Laubholzanteil, insbesondere der Buche, zu erhöhen und eine Reduzierung des Nadelholzanteils anzustreben, wobei dies überwiegend bei der Fichte erfolgt. Ein besonderes Augenmerk sei in Zukunft auf die Erzielung von Wertholz zu richten, weil hier bessere Vermarktungschancen bestehen. Der geplante jährliche Hiebsatz liege mit mehr als 2000 fm deutlich über dem bisherigen Hiebsatz, dennoch sei das Gleichgewicht zwischen Nutzung und nachwachsendem Holz gewährleistet. Als jährliches Betriebsergebnis sei einschl. dem Revierdienst, jedoch unabhängig von der Strukturhilfe des Landes ein Überschuss von rd. 1000 € eingeplant. Ratsmitglied Berthold Jäger dankte im Namen der SPD-Fraktion für die vielfältigen Informationen, die dem Gemeinderat durch die Waldbegehung und die Vorträge seitens der Forstverwaltung vermittelt wurden. Anzuerkennen sei auch, wie stets versucht werde, die betriebswirtschaftliche Seite mit der Ökologie in Einklang zu bringen und hier ein vernünftiges Gleichgewicht herzustellen. Nach den Fragen der Ratsmitglieder zu den verschiedenen Themen wie Aufforstungsmaßnahmen,
Naturverjüngung, Wilddichte oder Nebennutzungen aus dem Verkauf von
Weihnachtsbäumen und Schmuckreisig beschloss der Ortsgemeinderat,
die vorgegebene Zielrichtung für die nächsten 10 Jahre wie vorgetragen
anzuerkennen und stimmte dem Forstbetriebsplan 2006 bis 2015 zu.
Zu TOP 3: Forstwirtschaftsplan 2005 In einem Rückblick auf das Forstwirtschaftsjahr 2004 erläuterte Revierleiter Meyer die allgemeine Situation in der Forstwirtschaft und die Entwicklung des Betriebsergebnisses für den Gemeindewald Heidenburg. Durch den Abschluss guter Verträge beim Holzverkauf habe erreicht werden können, dass mit einem um etwa 6.000 € verbesserten Jahresergebnis zu rechnen sein wird. Zur Planung 2005 führte er aus, dass Verbesserungen auf dem Holzmarkt
kaum zu erwarten sind, der Forstwirtschaftsplan für das kommende
Jahr aber dennoch mit einem ausgeglichenen Ergebnis abschließt.
Bei einem geplanten Holzeinschlag von rd. 1.800 fm seien Einnahmen von
rd. 65.500 € und Ausgaben in der gleichen Größenordnung
zu erwarten. Im Anschluss an die Diskussion sprach Ortsbürgermeister Jäger dem Forstamt und dem Revierförster seinen Dank für die gute Zusammenarbeit aus, verbunden mit der Bitte, den Dank auch an die Waldarbeiter und die Mitarbeiter des Pflanzgartens weiterzuleiten. Der Forstwirtschaftsplan 2005 wurde in der Form, wie er vom Forstamt
ausgearbeitet und dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt wurde, verabschiedet.
Zu TOP 4: Informationen und Verschiedenes a) Ausschreibung von Versicherungsleistungen Ortsbürgermeister Jäger teilte mit, dass von der Verwaltung
die auf Verbandsgemeindeebene mit Beginn des Jahres 2005 vertragsfrei
werdenden Sachversicherungen öffentlich ausgeschrieben worden sind.
Günstigster Anbieter sei die Büchner & Barella Assekuranz
in Trier, mit der nunmehr die entsprechenden Verträge abgeschlossen
werden sollen. b) Bündelausschreibung des kommunalen Strombedarfs Der Rat wurde daran erinnert, dass sich die Ortsgemeinde seinerzeit durch
Beschluss an der aufgrund EU-Rechts vom Gemeinde- und Städtebundes
für eine Vielzahl von Gemeinden durchgeführten zusammengefassten
Ausschreibung des kommunalen Strombedarfs angeschlossen hat. Als günstigster
Anbieter aus der Ausschreibung sei das Unternehmen "LichtBlick -
die Zukunft der Energie GmbH" in Hamburg hervorgegangen. Der Ortsbürgermeister informierte darüber, dass der in der
letzten Sitzung beschlossene Nachtragshaushaltsplan von der Kreisverwaltung
genehmigt sei. d) Unterzeichnung von Niederschriften Der Vorsitzende gab zu Kenntnis, dass die Stellungnahme der Kommunalaufsicht zur Beschlussfassung des Rates über die Beibehaltung der bisherigen Regelung zur Unterzeichnung der Sitzungsniederschriften noch ausstehe.
|
Quelle: Amtsblatt der VG Thalfang am Erbeskopf, Ausgabe 52/2004